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Sport1 News
  1. Tennis-Star Johanna Konta musste bei ihrem ersten Match auf der WTA-Tour nach der Corona-Unterbrechung eine Schrecksekunde überstehen.

    Während ihrer Niederlage beim Event in Lexington in den USA gegen die Tschechin Marie Bouzkova hatte die Britin kurzzeitig mit Herzproblemen zu kämpfen.

    "Mein Herzschlag wurde plötzlich schneller, völlig grundlos. Es war nicht einmal ein langer Ballwechsel vorher", schilderte Konta die Situation im Anschluss an die Partie.

    Sie musste ihr Spiel unterbrechen und sich auf ihrem Schläger abstützen. Anschließend wurde sie minutenlang medizinisch behandelt.

    "Ich musste einen Arzt und meinen Physio holen", erklärte Konta weiter: "Meine Herzfrequenz war sehr hoch und obwohl ich fit wie ein Turnschuh bin, kann so etwas passieren, vor allem, wenn man Stress hat."

    Sie kündigte darüber hinaus an, sich eingehenderen Untersuchungen unterziehen lassen zu wollen.

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    Konta war in ihrer Karriere zwischenzeitlich Vierte der Weltrangliste und hat bereits das Halbfinale bei drei verschiedenen Grand-Slam-Turnieren erreicht.

  2. Tennis-Spektakel oder doch eher eine große Corona-Farce?

    Das ist die entscheidende Frage, die sich vor den US Open stellt. Das Grand-Slam-Turnier in New York soll trotz der alarmierenden Corona-Zahlen in den USA stattfinden - doch noch ist unklar, welche Stars da mitmachen.

    So haben bei den Damen mit der Weltranglistenerste Ashleigh Barty, Elina Svitolina und Kiki Bertens bereits drei Top-10-Spielerinnen abgesagt und weitere Absagen von Topstars wie von Simona Halep stehen vermutlich unmittelbar bevor.

    Insgesamt haben bereits 13 Top-100-Spielerinnen ihren Verzicht auf die US Open erklärt, unter anderem auch Julia Görges. Die Deutsche sagte bei SPORT1, dass sie sich "nicht wohl dabei fühlen würde, angesichts der hohen COVID-19-Zahlen in den USA nach New York zu reisen und mich und mein Team irgendeinem unnötigen Risiko auszusetzen".

    Veranstalter USTA und den großen US-Medienpartnern bereitet dies allein aber vermutlich wenig Sorgen. Mit der 23-maligen Grand-Slam-Siegerin Serena Williams und dem 16-jährigen US-Wunderkind Coco Gauff haben die Amerikaner alles, was sie brauchen, um das Event ihrem TV-Publikum zu verkaufen.

    Nadal und Federer sorgen für Historisches

    Deutlich anders sieht die Lage bei den Herren aus. Nach der verletzungsbedingten Absage von Roger Federer war der Verzicht von Rafael Nadal ein herber Schlag. Zum ersten Mal seit den US Open 1999 findet ein Grand Slam ohne mindestens einen der beiden Zuschauerlieblinge statt.

    "Das ist eine Entscheidung, die ich nie treffen wollte, aber ich werde meinem Herzen folgen. Momentan möchte ich lieber nicht reisen", erklärte Nadal: "Die weltweite Situation ist sehr kompliziert, die COVID-19-Fallzahlen steigen, es sieht aus, als hätten wir noch immer keine Kontrolle."

    Mit dem Schweizer Stan Wawrinka fehlt ein weiterer mehrmaliger Grand-Slam-Sieger und auch Nick Kyrgios sowie Svitolinas Freund Gael Monfils, der 2016 bis ins US-Open-Halbfinale kam, verzichten auf eine Teilnahme. Doch auch wenn weitere Absagen folgen werden, bleibt der befürchtete Super-GAU wohl aus.

    Streik der Top 20? Hordorff widerspricht

    Die spanische Zeitung Marcahatte berichtet, dass eine von Novak Djokovic angeführte Gruppe eine Garantie verlange, nach dem Turnier in New York problemlos zur Fortsetzung der Tour nach Europa reisen zu können – andernfalls würden die europäischen Topspieler alle nicht antreten.

    Tennis-Funktionär Dirk Hordorff widersprach dem kollektiven Rückzug der Top-20-Profis jedoch bereits: "Ich war in dem Call. Von einem angedrohten Streik kann nicht die Rede sein", sagte der Vizepräsident des Deutschen Tennis Bundes (DTB) dem SID.

    Zudem werden laut jüngsten Medienberichten Spieler, die nach den US Open direkt zum Turnier nach Rom reisen, nicht in Quarantäne müssen. Dies ist nach dem Wegfall des Frauen- und Männer-Turniers in Madrid wichtig bei der Vorbereitung auf die French Open.

    Viele Spieler sind auf Preisgeld angewiesen

    An Spielern wird es den US Open sowieso nicht mangeln. Viele Profis, die nicht innerhalb der Top 50 der Weltrangliste liegen, sind nach der monatelangen Corona-Pause mehr denn je auf das Preisgeld bei dem Grand Slam angewiesen.

    Das Fehlen von Nadal und Federer sowie der Ungewissheit bei Djokovic könnte sogar dazu führen, dass viele Topspieler eine einmalige Gelegenheit sehen, einen Grand Slam während der Ära der "Big Three" zu gewinnen.

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    "Ich würde es lieber haben, wenn die US Open nicht stattfinden. Aber wenn sie stattfinden, was sollen wir Spieler machen? Es geht ja auch um Ranglistenpunkte", sagte Deutschlands Nummer eins Alexander Zverev.

    Zudem werden in New York große Namen zurückkehren. Der verletzungsgeplagte Olympiasieger Andy Murray erhielt zunächst eine Wildcard, rutschte dank zahlreicher Absagen jedoch direkt ins Hauptfeld. Bei den Damen bekam die viermalige Grand-Slam-Siegerin Kim Clijsters bei ihrem erneuten Comeback eine Wildcard.

    Djokovic-Teilnahme wichtig für US Open

    Die wichtigste Frage für die Veranstalter wird aber sein: Was macht Djokovic?

    Der Weltranglistenerste hat sich mit seinem Verhalten während der Corona-Pandemie wenig Freunde gemacht. Angefangen vom Verbreiten wilder Theorien über giftiges Wasser, welches durch positive Gedanken zum Heilwasser werden kann bis zu seiner im Fiasko geendeten Adria Tour war alles dabei.

    Doch Djokovic polarisiert wie kein zweiter Profi und sein Grand-Slam-Fernkampf mit Federer und Nadal wäre zweifelsohne die Geschichte des Turniers. Aktuell steht der Serbe bei 17 Triumphen und liegt damit nur noch knapp hinter Federer (20) und Nadal (19) - und genau deshalb ist eine Teilnahme von Djokovic wahrscheinlich.

    Von den drei Topstars bedeutet Djokovic der Grand-Slam-Rekord am meisten. Daraus macht er auch keinen Hehl. Womöglich würde ihm dieser Rekord endlich die Anerkennung bringen, die ihm weltweit gesehen im Vergleich zu Federer und Nadal bisher verwehrt bleibt.

    Keine Zuschauer in der Bubble in New York

    Ein weiterer positiver Faktor für Djokovic: Buhrufe der ihm nicht immer wohlgesonnenen US-Amerikaner werden dem im Jahr 2020 auf der Tour noch ungeschlagenen Spieler erspart bleiben. Ähnlich wie bei der NBA versuchen die Veranstalter der US Open eine "Bubble" aufzubauen, um Corona-Infektionen zu verhindern.

    Die Spieler werden dazu mit maximal drei Gästen in abgeschotteten Hotels untergebracht, aber auch die Anmietung von Privathäusern soll in Ausnahmefällen möglich sein, solange sich Spieler an Isolationsregeln halten und regelmäßig getestet werden.

    Direkt bei ihrer Ankunft werden Profis am Hotel auf eine Corona-Infektion getestet. Binnen 48 Stunden folgt ein zweiter Test, weitere im Verlauf des Turniers. Zudem soll täglich die Körpertemperatur der Profis gemessen werden und abseits des Courts gilt Maskenpflicht.

    All das soll dafür sorgen, dass die US Open nicht in einem ähnlichen Fiasko wie die Adria Tour enden. Dazu werden die Veranstalter bei Verstößen hart durchgreifen müssen. Denn gerade einige männliche Profis haben mehrmals bewiesen, dass sie bereits kleine Corona-Maßnahmen überfordern.

    Der Sieger der US Open wird damit leben müssen, dass ein fader Beigeschmack beiwohnt - mit klaren Regeln sowie hartem Durchgreifen kann aber wohl zumindest ein komplettes Desaster verhindert werden, welches den Profi-Tennissport weit zurückwerfen und auch die folgenden Grand Slams in Gefahr bringen würde.

  3. Die Absagen für die US Open nehmen kein Ende: Die Russin Svetlana Kuznetsova zog am Montag ihre Teilnahme an dem am 31. August startenden Grand-Slam-Turnier zurück. "Aufgrund der Situation durch das Coronavirus habe ich diese schwere Entscheidung getroffen", schrieb die Siegerin von 2004 auf ihrer Instagram-Seite.

    "Ich bin sehr traurig, denn ich habe so lange auf diese Turniere gewartet. Doch die Pandemie verändert jeden Plan", führte die 35-Jährige aus. Sie hoffe, dass die Situation "bei den nächsten Wettkämpfen besser ist".

    Zuvor hatten bereits die Weltranglistenerste Ashleigh Barty (Australien), Julia Görges, die Weltranglistenfünfte Elina Svitolina aus der Ukraine und die nur zwei Positionen hinter ihr geführte Kiki Bertens aus den Niederlanden für die Frauenkonkurrenz abgesagt. Bei den Männern fehlt unter anderem der 19-malige Grand-Slam-Sieger und Titelverteidiger Rafael Nadal.

  4. Zahlreiche Topspieler haben sich dafür entschieden, dieses Jahr nicht an den US Open teilzunehmen, die trotz der starken Ausbreitung des Coronavirus in den USA und insbesondere im Austragungsort New York vom 31. August bis 13. September stattfinden sollen.

    Auch Deutschlands Tennis-Star Julia Görges verzichtet auf die Reise nach Übersee. Nun hat die 31-Jährige ihren Entschluss begründet.

    "Ich habe mich dafür entschieden, dieses Jahr nicht an den US Open teilzunehmen, da ich mich nicht wohl dabei fühlen würde, angesichts der hohen COVID-19-Zahlen in den USA nach New York zu reisen und mich und mein Team irgendeinem unnötigen Risiko auszusetzen", erklärte Görges bei SPORT1.

    Görges legt Fokus auf Turniere in Europa

    Insbesondere die mangelnde Planungssicherheit habe den Ausschlag gegeben.

    "Außerdem sind noch viele Fragen unbeantwortet hinsichtlich einer möglichen Quarantäne nach einer Rückreise nach Europa aus den USA, also habe ich mich dazu entschieden, in Europa zu bleiben und meinen Fokus auf die europäischen Turniere zu legen", fügte die aktuelle Weltranglisten-38. hinzu.

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    Görges sprach von einer "extrem schwierigen Entscheidung", da sie zum ersten Mal nach 43 Hauptfeldteilnahmen in Folge nicht bei einem Grand Slam dabei sein wird. Deshalb kann sie auch andere Spieler verstehen, die trotz der Situation in Flushing Meadows aufschlagen wollen.

    "Ich denke, jeder Spieler sollte für sich entscheiden. Jeder steckt in einer anderen Situation, jeder hat eine andere Denkweise bei diesem Thema", sagte die neunmalige WTA-Turniersiegerin.

    Start bei den French Open geplant

    Wie alle anderen Tennis-Profis hofft sie, sobald wie möglich wieder zur Normalität auf der Tour zurückkehren zu können. Ihr letztes offizielles Tour-Match hatte Görges im Februar in Katar absolviert.

    "Ich plane aktuell, in Rom auf die Tour zurückzukehren, da Madrid leider abgesagt wurde. Danach werde ich bei den French Open spielen, wenn es weiter geht und dort unter sicheren Umständen gespielt werden kann", kündigte Görges an.

    Das WTA-Event in der italienischen Hauptstadt soll vom 20. bis 26. September stattfinden. Der Start von Roland Garros in Paris ist für den 27. September geplant.

  5. Serena Williams hat ihre Teilnahme an den US Open im Gegensatz zu zahlreichen anderen hochkarätigen Spielerinnen nochmals bestätigt.

    "Ich kann mir durchaus vorstellen, dass ich spiele, wenn das Turnier stattfindet", sagte die ehemalige Nummer 1 der Tennis-Welt bei einer virtuellen Pressekonferenz. Bereits Mitte Juni hatte die 38-Jährige trotz der damals hohen Coronazahlen in New York ihren Start für das Grand-Slam-Turnier ab dem 31. August angekündigt.

    Serena Williams reist mit 50 Masken

    "Wenn es um die Gesundheit geht, bin ich sehr vorsichtig bei dem, was ich tue, und jeder in der Serena-Blase ist wirklich geschützt", sagte die 23-malige Grand-Slam-Siegerin. Sie reise immer mit 50 Masken, um auch sicher eine greifbar zu haben, erklärte Williams: "Es ist cool, Tennis zu spielen, aber es geht um mein Leben und meine Gesundheit, deshalb war ich ein wenig neurotisch und werde es auch weiter sein."

    Zuvor hatten bereits zahlreiche Spielerinnen und Spieler für das Turnier im New York abgesagt. Unter anderem werden die Weltranglistenerste Ashleigh Barty (Australien), die deutsche Nummer zwei Julia Görges sowie die Top-Ten-Spielerinnen Elina Switolina (Ukraine) und Kiki Bertens (Niederlande) in Flushing Meadows nicht antreten. Bei den Männern sagten Titelverteidiger Rafael Nadal (Spanien) sowie Nick Kyrgios (Australien) ab.