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  1. Die Tennisteams von Australien und Frankreich haben das Fed-Cup-Finale erreicht. Im Halbfinale setzte sich Australien in Brisbane mit 3:2 gegen Weißrussland durch und steht damit zum ersten Mal seit 26 Jahren im Endspiel. Frankreich gewann in Rouen ebenfalls 3:2 gegen Rumänien. Das Finale findet am 9. und 10. November in Australien statt.

    Die "Aussies" hatten den Erfolg vor allem ihrer Topspielerin Ashleigh Barty zu verdanken. Die Weltranglistenneunte war gegen Weißrussland an allen drei Punkten beteiligt. Nach ihren beiden Einzelsiegen gewann Barty an der Seite von Samantha Stosur auch das entscheidende Doppel gegen Wiktoria Asarenka und Aryna Sabalenka 7:5, 3:6, 6:2.

    Barty ist die große Matchwinnerin

    Zuvor hatte Barty gegen Azarenka (7:6, 6:3) und Sabalenka (6:2, 6:2) gewonnen. Die frühere US-Open-Siegerin Stosur unterlag jeweils - 5:7, 7:5, 3:6 gegen Sabalenka und 1:6, 1:6 gegen Azarenka.

    Die Weißrussinnen hatten sich in der ersten Runde deutlich gegen das deutsche Fed-Cup-Team durchgesetzt, verpassten jedoch ihr zweites Finale nach 2017.

    "Es fühlt sich unwirklich an, im Endspiel zu stehen. Ich kann mich glücklich schätzen, Teil eines solch tollen Teams zu sein", sagte Barty, die schon beim Auftaktsieg gegen die USA (3:2) alle drei Punkte geholt hatte. Stosur sagte: "Wir haben sehr hart dafür gearbeitet und als Team immer zusammengehalten."

    Frankreich besiegt Rumänien um Halep

    In Rouen dauerte es am Sonntag mehr als acht Stunden, bis Frankreich den Sieg gegen Rumänien unter Dach und Fach hatte. Die Weltranglistenzweite Simona Halep, die bereits ihr Auftakteinzel gegen Kristina Mladenovic gewonnen hatte, brachte Rumänien mit dem 6:7 (6:8), 6:3, 6:4 gegen Caroline Garcia mit 2:1 in Führung, anschließend glich Pauline Parmentier mit dem 6:3, 2:6, 6:2 gegen Irina-Camelia Begu zum 2:2 aus.

    Die Entscheidung fiel im Doppel, das Garcia und Mladenovic nach 2:37 Stunden mit 5:7, 6:3, 6:4 gegen Halep und Monica Niculescu gewannen.

    Die Australierinnen hatten 1974 ihren letzten von insgesamt sieben Titeln im Mannschaftswettbewerb der Frauen gewonnen, 1993 erreichten sie das Finale (0:3 gegen Spanien).

    Titelverteidiger Tschechien und Vorjahresfinalist USA waren bereits beim Weltrunden-Auftakt der Top Acht gescheitert. Tschechien verlor in Ostrau 2:3 gegen Rumänien, die USA unterlagen Australien in Ashville/North Carolina. Deutschland hatte in Braunschweig 0:4 gegen Weißrussland verloren.

  2. Fabio Fognini hat dem Sieg über den Sandplatzkönig den bislang größten Titel seiner Tenniskarriere folgen lassen. Der Italiener, der im Halbfinale überraschend Rafael Nadal (Spanien) ausgeschaltet hatte, setzte sich im Endspiel des ATP-Masters in Monte Carlo gegen Dusan Lajovic 6:3, 6:4 durch.

    Auch der ungesetzte Serbe hatte unerwartet das Finale des ersten großen Sandplatzturniers des Jahres erreicht.

    Fognini (31) hatte nicht nur den elfmaligen Champion Nadal (6:4, 6:2), sondern auch im Achtelfinale Deutschlands Spitzenspieler Alexander Zverev (7:6, 6:1) aus dem Turnier geworfen. Der Sandplatzspezialist aus Sanremo, im Fürstentum an Position 13 gesetzt, feierte seinen neunten Titel auf der ATP-Tour (acht auf Sand).

    "Favoritensterben" in Monte Carlo

    Anders als Fognini und Lajovic enttäuschten die Favoriten zum Auftakt der Sandplatzsaison. Neben Nadal und Zverev scheiterten auch der Weltranglistenerste Novak Djokovic (Serbien) und der letztjährige French-Open-Finalist Dominic Thiem (Österreich) früh.

    Unerwartet kam jedoch besonders Nadals Niederlage. "Das war eines meiner schlechtesten Spiele auf Sand in 14 Jahren", sagte er: "Es ist schwer, etwas Positives zu finden."

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    Allerdings hatte Fognini auch seinen Anteil an der Niederlage des elfmaligen Roland-Garros-Siegers. Der Außenseiter nahm die Bälle extrem früh und entschärfte Nadals Spin.

    Fognini gelang damit der dritte Sieg über Nadal auf Sand, häufiger verlor der Mallorquiner auf seinem Lieblingsbelag nur gegen Djokovic (7).

  3. Der Italiener Fabio Fognini hat beim ATP-Masters in Monte Carlo überraschend Sandplatzkönig Rafael Nadal entthront und sein erstes Finale 2019 erreicht.

    Fognini, an Nummer 13 gesetzt, fegte den elfmaligen French-Open-Sieger vor allem im zweiten Satz vom Court und gewann nach 1:36 Stunden mit 6:4, 6:2.

    Der an zwei gesetzte Nadal hatte das Turnier zuvor elfmal gewonnen.

    Im Überraschungs-Finale trifft Fognini am Ostersonntag auf den ungesetzten Serben Dusan Lajovic, der zuvor 7:5, 6:1 gegen den an Nummer zehn gesetzten Russen Daniil Medwedew gewonnen hatte.

    Nadal am Ende komplett chancenlos

    Nadal hatte von Beginn an Probleme mit dem Returnspiel des Italieners, gleich das erste Aufschlagspiel des Spaniers ging verloren.

    Nadal kam zwar zurück ins Spiel und schaffte direkt das Rebreak. Mit zunehmender Spieldauer übernahm Fognini aber immer mehr die Kontrolle und breakte Nadal zum 5:4, ehe er den Satz mit eigenem Service gewann.

    Im zweiten Satz überrollte Fognini den wohl besten Sandplatzspieler der Geschichte und vergab beim Stand von 5:0 bereits drei Matchbälle. Den vierten Matchball verwandelte Fognini zum Sieg.

  4. Auch ohne die erkrankte Angelique Kerber hat das deutsche Fed-Cup-Team den Klassenerhalt in der Weltgruppe geschafft und spielt auch 2020 erstklassig.

    Im Playoff-Spiel gegen Lettland in Riga holte Mona Barthel mit dem 6:4, 6:3 gegen die frühere French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko in ihrem erst dritten Fed-Cup-Einzel den entscheidenden Punkt zum 3:0. Barthel war kurzfristig für Julia Görges eingesprungen.

    Am Freitag hatten Görges und Andrea Petkovic die deutsche Mannschaft mit 2:0 in Führung gebracht. Zunächst gewann Petkovic das Auftakteinzel gegen Ostapenko mit 7:5, 6:4. Anschließend setzte sich Görges mit 6:4, 4:6, 6:1 gegen Diana Marcinkevica durch. Zum Abschluss verloren Anna-Lena Grönefeld und Andrea Petkovic das Doppel gegen Ostapenko und Daniela Vismane mit 1:6, 3:6 zum 3:1-Endstand.

    "Ich bin sehr zufrieden", sagte Teamkapitän Jens Gerlach: "Die Mädels haben eine super Teamleistung gezeigt und sich heute verdient mit dem dritten Punkt belohnt."

    Eigentlich war vorgesehen, dass Görges am Samstag das dritte Einzel gegen Ostapenko bestreitet, doch die 30-Jährige musste passen. Seit Tagen schon klagt Görges über Nackenprobleme, nachdem sie sich im Schlaf drei Wirbel ausgerenkt hatte.

    Barthel mit kluger Spielweise

    Mona Barthel, am Dienstag für Angelique Kerber nachnominiert, rechtfertigte das Vertrauen von Teamkapitän Jens Gerlach. Die 28-Jährige spielte gegen Ostapenko ein kluges Match und nutzte vor allem die Aufschlagschwäche ihrer Gegnerin konsequent aus. (SERVICE: Fed-Cup-Ergebnisse)

    Ostapenko wirkte nicht austrainiert, ihre körperliche Fitness war deutlich von jener entfernt, die sie 2017 zum Sieg bei den French Open getragen hatte. Der Aufschlag der 21-Jährigen war der große Schwachpunkt, allein im zehnten Spiel des ersten Satzes, das Barthel mit einem Break zum 6:4 gewann, leistete sich Ostapenko drei Doppelfehler.

    Zudem ließ Barthel ihre Gegnerin, die fest für zwei lettische Punkte eingeplant war, lange für einen Punktgewinn laufen - was Ostapenko bekanntlich überhaupt nicht mag.

    Im zweiten Satz führte Barthel schnell mit 5:2 und brachte gegen eine immer hektischer werdende Ostapenko den Sieg nach 1:16 Stunden mit einem Ass zum 6:3 ins Ziel.

    Kerber verletzungsbedingt nicht dabei

    "Es tut mir sehr leid für Angie, dass sie krank geworden ist, auf der anderen Seite habe ich mich gefreut, dass ich nachnominiert wurde und dann letztlich auch spielen durfte", sagte Barthel. Es sei "immer ein besonderer Druck im Fed Cup, wenn man für das Team spielt, möchte man natürlich besonders gut sein". 

    Das waren am Freitag auch Andrea Petkovic und Julia Görges, die mit dem 2:0 das Feld bereitet hatten. "Ich habe gehofft, dass sie viele Fehler macht, aber dann habe ich die erstmal auch selber gemacht", gab Petkovic nach dem Zweisatzsieg gegen Ostapenko zu.

    Görges zog es am Tag nach ihren drei Sätzen gegen Diana Marcinkevica sicherheitshalber vor, in der Box zu bleiben und Barthel den Vortritt zu lassen. "Jule hatte ein hartes Match, deshalb hat sie heute vorsichtshalber nicht gespielt", sagte Barthel.

  5. Australien darf weiter auf den ersten Einzug ins Fed-Cup-Finale seit 26 Jahren hoffen. Topspielerin Ashleigh Barty glich am Samstag im Halbfinal-Duell mit Weißrussland in Brisbane durch ein 7:6 (7:2), 6:3 gegen die frühere Weltranglistenerste Viktoria Asarenka zum 1:1 aus sorgte für eine gute Ausgangsposition für die entscheidenden Matches am Sonntag.

    Zuvor hatte die frühere US-Open-Siegerin Samantha Stosur nach hartem Kampf gegen Weißrusslands Nummer eins Aryna Sabalenka 5:7, 7:5, 3:6 verloren. Die Australierinnen standen zuletzt 1993 im Finale (0:3 in Frankfurt gegen Spanien), den letzten ihrer sieben Titel holten sie 1974.

    Im zweiten Halbfinalduell stehen sich in Rouen Frankreich und Rumänien gegenüber. Die beiden Vorjahres-Finalisten Tschechien (Sieger) und USA waren bereits beim Weltrunden-Auftakt der Top Acht gescheitert.