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  1. Jan-Lennard Struff hat im siebten Anlauf sein erstes Spiel beim ATP-Turnier in Halle/Westfalen gewonnen.

    Der 29-Jährige aus Warstein, der in den vergangenen sechs Jahren bei seinem Heimturnier stets in der ersten Runde gescheitert war, gewann am Dienstag sein Auftaktspiel gegen den in der Weltrangliste um acht Plätze besser klassierten Serben Laslo Djere mit 6:4, 6:4.

    Nach 68 Minuten nutzte der Sauerländer seinen ersten Matchball mit einem Ass.

    Struff: "Tut sehr gut"

    "Es tut sehr gut, den Sieg eingefahren zu haben. Ich habe jedes Jahr darauf hingearbeitet, jedes Jahr wurde es schwieriger. Das ist dann mental sehr drin", sagte ein erleichterter Struff und erklärte: "Es ist mein Heimturnier, weil ich in der Nähe wohne. Ich kam immer hier hin und habe noch kein Match gewonnen, das hat sich nicht so gut angefühlt."

    Im Achtelfinale der Noventi Open trifft Struff, der in der Vorwoche in Stuttgart das Halbfinale erreicht hatte und dank starker Form in der Weltrangliste auf Rang 35 geklettert war, auf den an Nummer drei gesetzten Russen Karen Khachanov.

    Gojowczyk, Molleker und Moraing raus

    Ausgeschieden ist hingegen Wildcard-Starter Peter Gojowczyk. Der Münchner verlor 3:6, 4:6 gegen den Franzosen Richard Gasquet, für Gojowczyk war es die vierte Auftaktniederlage in Folge.

    Rudi Molleker, der dem Ukrainer Sergej Stachowski 6:3, 6:7 (6:8), 2:6 unterlag, ist ebenfalls raus - genauso wie Mats Moraing, der gegen den Italiener Andreas Seppi 4:6, 6:7 (4:9) verlor.

    Federer souverän

    Besser machte es Rekordsieger Roger Federer, der wie Struff im Achtelfinale steht. Der 37 Jahre alte Schweizer, der in Ostwestfalen bereits neun Titel gewonnen hat, setzte sich bei seinem Auftakt in die Rasensaison gegen den Australier John Millman mit 7:6 (7:1), 6:3 durch.

    Federer revanchierte sich damit für die Niederlage bei den US Open aus dem Vorjahr, als Millman den Grand-Slam-Rekordsieger im Achtelfinale überraschend geschlagen hatte. Nächster Gegner des topgesetzten Federer in Halle ist der Franzose Jo-Wilfried Tsonga.

    Bereits am Montag war Deutschlands Spitzenspieler Alexander Zverev ins Achtelfinale eingezogen. 

    Zverev sagt Doppel ab

    Zverev sagte unterdessen seinen Start im Doppel mit seinem Bruder Mischa wegen einer Knieverletzung kurzfristig ab. Dies teilten die Veranstalter am Dienstag kurz vor dem geplanten Beginn des Spiels gegen Ben McLachlan (Japan) und Jan Lennard Struff (Warstein) mit.

    Bei seinem Erstrundensieg gegen den Niederländer Robin Haase war Zverev im zweiten Satz auf dem nassen Rasen ausgerutscht. Der Hamburger blieb liegen und hielt sich das blutende linke Knie, spielte aber nach kurzer Behandlungspause weiter und gewann 6:4, 7:5. 

    Pleite für Krawietz/Mies

    Die French-Open-Helden Kevin Krawietz und Andreas Mies sind derweil in Halle mit einer Niederlage in die Rasensaison gestartet. Das Doppel aus Coburg und Köln verlor am Dienstag sein erstes Spiel seit dem Grand-Slam-Titel von Paris gegen seine Landsleute Dustin Brown (Winsen/Aller) und Tim Pütz (Frankfurt) mit 4:6, 5:7.

    Krawietz und Mies hatten zehn Tage zuvor bei den French Open sensationell den Doppel-Titel geholt. Nach Gottfried von Cramm und Henner Henkel, die 1937 in Paris und bei den US Open triumphierten, sind sie erst das zweite deutsche Herren-Doppel, das ein Grand-Slam-Turnier gewann.

  2. Wimbledon-Siegerin Angelique Kerber (Kiel) ist beim WTA-Turnier auf Mallorca mit Mühe ins Achtelfinale eingezogen und trifft dort nun auf Rückkehrerin Maria Scharapowa.

    Die topgesetzte Kerber gewann in der ersten Runde der mit 250.000 Euro dotierten Rasenveranstaltung gegen die belgische Qualifikantin Ysaline Bonaventure mit 7:5, 4:6, 6:2.

    Die fünfmalige Grand-Slam-Siegerin Scharapowa setzte sich in ihrem ersten Match auf der Tour nach mehr als vier Monaten gegen die Slowakin Viktoria Kuzmova mit 7:6 (10:8), 6:0 durch.

    Die Russin hatte sich im Februar einer Schulter-Operation unterziehen müssen, ihr bis Dienstag letztes Match hatte sie Ende Januar in St. Petersburg absolviert. Auf Mallorca ist Scharapowa mit einer Wildcard am Start.

    Kerber ist die einzige verbliebene Deutsche im Tableau. Andrea Petkovic und Anna-Lena Friedsam waren am Montag an ihren Auftakthürden gescheitert.

  3. Julia Görges hat einen gelungenen Auftakt in die Rasensaison hingelegt. Die an Position acht gesetzte Wimbledon-Halbfinalistin von 2018 kämpfte sich mit einem 3:6, 6:4, 6:3 gegen die Ukrainerin Dajana Jastremska ins Achtelfinale des WTA-Turniers in Birmingham.

    Dort geht es für die einzige deutsche Starterin gegen Jewgenija Rodina aus Russland.

    Görges erwischte keinen idealen Start, kämpfte sich jedoch in die Partie und nutzte gleich den ersten Matchball zur Entscheidung.

    "Ich habe nicht gut begonnen, aber ich bin mental stark geblieben", sagte sie: "Ich habe mich ins Match gebissen und zum Schluss richtig gutes Tennis auf Rasen gespielt."

    Bislang läuft Görges' Saison durchwachsen. Zwar gewann sie gleich zu Jahresbeginn das Turnier in Auckland, doch insbesondere in der Sandplatzsaison stimmten die Ergebnisse nicht.

    Bei den French Open schied sie in der ersten Runde aus, Ende Mai trennte sich Görges nach dreieinhalb Jahren von ihrem Erfolgstrainer Michael Geserer. Nachfolger ist Sebastian Sachs.

  4. In Berlin soll es ab 2020 wieder ein großes Tennis-Turnier geben. Das berichten die Bild und BZ Berlin.

    Geplant ist ein Vorbereitungsturnier auf Wimbledon - und zwar für die Damen-Elite im Tennis. Bei den Herren haben sich mit Stuttgart und Halle/Westfalen bereits zwei Turniere in Deutschland als Vorbereitung auf das prestigeträchtigste Tennisturnier der Welt etabliert. 

    Stattfinden soll das Mini-Wimbledon beim LTTC Rot-Weiß im Grunewald - natürlich auf Rasen. Sportdirektor Markus Zoecke äußerte sich noch vorsichtig: "Ich kann das so nicht bestätigen. Aber es stimmt, dass wir solche Pläne prüfen. Wenn so etwas klappen soll, dann muss es ein Kracher für die nächsten 20, 30 Jahre werden."

    Umwidmung von Sand auf Rasen notwendig

    Die WTA-Lizenz für Mallorca könnte im Falle der Verwirklichung nach Berlin wechseln. Voraussetzung für die Umsetzung: Die Rot-Weiß-Mitglieder müssen einer Umwidmung des Steffi-Graf-Stadions und zwei weiterer Plätze von Sand auf Rasen zustimmen. Doch der Anreiz dafür dürfte sehr hoch sein, da Rasenplätze in Deutschland recht selten sind. Außerdem ist die Anlage erst kürzlich umfangreich renoviert worden und somit bestens geeignet für einen großen Wettbewerb. 

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    Das Steffi-Graf-Stadion wurde 2004 nach der größten deutschen Tennisspielerin aller Zeiten benannt. Graf hatte die Berliner Hundekehle mit insgesamt neun Siegen zu einem internationalen Top-Turnier gemacht. 

  5. Seit Montag greifen bei den Noventi Open in Halle auch die Top-Stars ins Geschehen ein. Vor allem Roger Federer ist heiß auf das Rasenturnier der Kategorie World Tour 500. Aber auch die deutschen Farben werden mit Alexander Zverev und Jan-Lennard Struff mehr als prominent vertreten. (Noventi Open, 1. Runde, ab 12 Uhr im SPORT1-Liveticker)

    Zverev gewann gleich am Montag sein Auftaktspiel gegen den Niederländer Robin Haase mit reichlich Mühe. In der zweiten Runde trifft die deutsche Nummer eins auf den US-Amerikaner Steve Johnson, der Philipp Kohlschreiber in der ersten Runde klar schlug.

    Jan-Lennard Struff will in seinem Erstrundenmatch gegen Laslo Djere die Chance, den Fans in Halle seine gute Form präsentieren und in die nächste Runde einzuziehen. (Noventi Open, 1. Runde, Jan-Lennard Struff - Laslo Djere, ab 12.00 Uhr im SPORT1-Liveticker)

    Für Federer könnte das Turnier in Halle sogar ein besonderer Moment in seiner Karriere werden. Mit neun Triumphen ist er bereits Rekordsieger in Halle. Bei einem weiteren Erfolg wären die Noventi Open das erste Turnier auf der ATP-Tour, das der Schweizer zehn Mal gewonnen hätte. "Es wäre einfach wahnsinnig, das zu schaffen", sagte Federer, der zum 17. Mal in Ostwestfalen aufschlägt. (Noventi Open, 1. Runde, Roger Federer - John Millman, ab 17.30 Uhr im SPORT1-Liveticker)

    Federer will den zehnten Titel

    Dass sich FedEx für den zehnten Titel bereit fühlt, hat er bereits im Vorfeld des Turniers betont. "Ich bin verletzungsfrei, ich spüre total viel Mumm, ich liebe es einfach, an diesem Ort zu spielen. Und deshalb gehe ich mit einem sehr guten Gefühl in das Turnier." Wie gut sein Gefühl ist, davon können sich die Fans in seinem ersten Match am Dienstag gegen John Millman überzeugen. 

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